Die Gletscherbühne

Naturbühne auf 3.000 m Seehöhe

Hannibal Gletscherbühne

Der Rettenbachferner mit seinen bizarren Gletscherbrüchen bildet eine Naturarena, die ihresgleichen sucht: von Sölden, über die Gletscherstraße gelangen wir unmittelbar auf die Bühne: ein von Berggipfeln - allesamt über 3000m - umschlossener Halbkreis, in dessen Mitte ein turmhoher Palast aufragt.

Unmittelbar vor dem Zuschauerareal entsteht eine antike Stätte aus Schnee. Wie eine Maya-Pyramide (als Vorbild dienteChichen Itza) steht rechts der Palast von Dido. Davor, wenige Meter vom Publikum entfernt, der Campus. Diese erhöhte Ebene mit ihren Rampen dient den Pistenbullys als Aufmarschplatz, den Tänzern als Bühne, den Motocrossmaschinen als Gelände. Gleich neben der Pyramide ist das Studio von Karthago.TV. Vor einer 50m2 Videowall stehen Kameras und Studioscheinwerfer.

 

Hannibal Gletscherbühne

Im Bühnenhintergrund, nahe dem in der Dämmerung leuchtenden Himmelsprospekt, eine Kette von Gipfeln, in deren Mitte der Venushügel. Dort oben residiert die Göttin, wenn sie nicht gerade persönlich in Karthago mittels Hubschrauber einschreitet. Rechts hinter Karthago sehen wir die Felsen von Gibraltar, den Karleskogel. Er wird - mit Karthago durch den Sessellift verbunden - zur spanischen Kolonie, aus der sich mittels Lawinensprengbahn Gold und Silber holen läßt.

Und im Zentrum von allem der Rettenbachferner, dessen Brüche einmal als Zeltstadt, einmal als Elefantenhaut erscheinen, je nachdem wie sie von Bengalischen Feuern und Xenon-Scheinwerfern beleuchtet werden. Das Publikum steht auf dem Parkplatz neben dem Bergrestaurant auf einer Höhe von 2700m. Von dort erhebt sich ein Bühnenraum, der nicht weniger als 1300 Höhnemeter bis zur Absprunghöhe der Fallschirmspringer und einen Durchmesser von 3 km hat. Beleuchtet wird diese beeindruckende Kulisse von Sonne, Mond und Sternen in Zusammenarbeit mit Scheinwerfern und 200.000 Watt Strom. Eine ausgezeichnete Tonanlage sorgt für ein Hörerlebnis der besonderen Art: während sich die Bilder des Stückes vor den Augen entfalten, entsteht ein Film im Kopf - in 3D und 4k.

 


Elefant übersiedelt vom Salzburger Festspielhaus in die Bergwelt der Ötztaler Alpen

Hannibal Elefant

“Die Liebe der Danae, Sommer 2016, Großes Festspielhaus. Ich sehe Alvis Hermanis´ Inszenierung der Richard Strauss Oper und denke: diese Stufenpyramide erinnert mich stark an jene Schneepyramide im Gletscherschauspiel HANNIBAL. Und dann kommt da von rechts ein lebensgroßer weißer Elefant hereingerollt. Was für ein herrlicher Zufall. Etliche Wendungen und Absprachen später fährt ein riesiger LKW der Bergbahnen Sölden bepackt mit dem Dickhäuter Richtung Gletscher. Dank Salzburger Festspiele konnte die strahlende Skulptur aus dem Kulissenzoo geholt und in die Bergwelt der Ötztaler Alpen freigelassen werden,” erzählt Regisseur Hubert Lepka.

 

Ein Elefant zu Seinesgleichen

Hannibal Elefant

Auf einem über 3000m liegenden Gletscherplateau traf er nun auf Seinesgleichen: die Pistenbullys der Bergbahnen Sölden, die in Hannibals Heer die Elefantentruppe bilden. Dank guter Vorbereitung bei den Salzburger Festspielen und dicker Haut bestand der weiße Elefant ohne jede Bühnenscheu die Audition. Neben und auf ihm tanzend wurden die beiden Tänzer Maayan Reiter und Sami Similä in den Senat von Karthago gewählt. Von Rotraud Kern - einer erfahrenen Teilnehmerin des Gletscherschauspiels - angeleitet, freute sich Sami (er stammt aus Finnland) über heimatliche Temperaturen. Maayan war erstmals auf einem Gletscher. Für die Israelin ist das Terrain so ungewohnt wie für den weißen Elefanten aus dem Opernhaus. Sollte er nicht auch einen Namen bekommen? Pollux vielleicht. Viel Glück Maayan, Sami und Pollux. Das Training mit der Herde beginnt im April!