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Hannibal - Ein Rückblick

Sölden, 22. April 2017

Hannibal sah die Sterne 

Schauspieler, Spitzensportler, Piloten, Tänzer und Bergsteiger, ein ganzer Ort war am Freitagabend auf den Beinen, als die Erfolgsproduktion von Sölden, Red Bull und dem Künstlernetzwerk Lawine Torrèn über die atemberaubende Gletscherbühne auf 3000 Seehöhe ging. Das Publikumsinteresse für diese Parabel um Machtstreben, Leadership, Intrigen und Weltpolitik ist ungebrochen. 7500 Leute kamen auf den frisch verschneiten Gletscher und ließen sich von der Energie der 500 Mitwirkenden (300 auf der Bühne, 200 hinter den Kulissen) anstecken.

Venus rast vor Eifersucht auf Dido & ihren Aeneas. In einem rot glitzernden Kleid stürzte sie sich vor der eisigen Gletscherwand nach Karthago herunter. Ihr anmutig kraftvoller Flug eröffnete eine gut einstündige Szenerie, der das Publikum gebannt folgte.


Größte zeitgenössische Performance der Welt
Regisseur Hubert Lepka entwarf 2001 für die fantastische Bergwelt des Ötztaler Rettenbach Gletscher die Lebensgeschichte Hannibals in einer zeitgenössischen Choreographie. Abseits des Mainstreams konnte ein Stück Performancekunst heranreifen, das in seiner Art weltweit einzigartig ist. Wenn man den Regisseur am Regiepult beobachtet, bekommt man das Gefühl, er organisiert Hannibal als komplexe Fuge, wie ein Dirigent seine Partitur. Einmal still, einmal donnernd breitet sich die exakte Inszenierung über mehrere Kubikkilometer umfassenden Bühnenraum aus. Sämtliche Bewegungen von Maschinen und Menschen werden als zeitgenössische Handlungschoreographie erzählt. Aus diesem Blickwinkel greifen Base-Jump, Seilbergung am Armeehelikopter, Ballett der Pistenraupen, Dogfight der Flugzeuge, der Lawinenabgang, die Seilbahn, eine Hundertschaft Skilehrer, szenische Pyrotechnik und die Gruppe von 12 Tänzern exakt ineinander. Synchronisiert wird in diesem großen Raum über Funk, denn nicht alle Akteure können durch akustische und visuelle Signale erreicht werden. 

Glanzvoller Auftritt für Pollux
Sein Bühnentalent fiel Hubert Lepka letztes Jahr in einer Inszenierung der Salzburger Festspiele auf und deshalb wurde er für Hannibal gecastet. Pollux hat sich wunderbar in die Elefantenherde eingefunden und bekam wegen guter Führung sogar einen Soloauftritt.

“Warum sind Elefanten so aktuell, warum taugen sie zum Totemtier, warum wollen alle im Heer der Dickhäuter kämpfen, wo doch Afrika deren Kontinent ist? Ich denke, wir müssen in jedem Moment mit einer Weggabelung rechnen. Und dann entscheiden wir: gehen wir den Weg nach Rom, oder jenen nach Karthago. Die römische Welt ist jene des Territoriums, einer Herrschaft, die auf materiellem Besitz und Land beruht. Die karthagische Welt ist jene des Meeres, des freien Austauschs und des Kapitals”, so Regisseur Hubert Lepka.

“Der Gletscher unterliegt der ewigen Transformation und bietet uns das perfekte Theaterland. Hannibal kann für mich nur hier gespielt werden. In dieser gefrorenen weißen Wildnis muss man nur ein paar Schritte auf die Seite gehen, um sich wie ein Pionier zu fühlen. Das perfekte Gelände für einen Feldherren, der über die Alpen ziehen wollte nach Rom, seinem Gegner”, sagt Initiator Ernst Lorenzi.

So unglaublich der Schachzug des Feldherren Hannibal anmutet, mit sechzigtausend Kriegern und 37 Elefanten die Alpen zu überqueren, so überzeugt uns die Vision des Theaters Hannibal. Seit der Erstaufführung 2001 haben wir ein Role Model für aktuelles, touristisches Kunstschaffen geformt. Darauf sind wir stolz”, freut sich Jack Falkner, Geschäftsführer der Bergbahnen Sölden, über den anhaltenden Publikumserfolg.